Spektakuläre Natur entlang der Panorama Route

Panorama Route Blyde River Canyon

Die ersten spektakulären Aufnahmen meiner Reise durch Südafrika entstehen entlang der Panorama Route bei Graskop. Das große Highlight auf der grünen Strecke ist wohl der Blyde River Canyon, von dem ich einige unfassbar tolle Bilder geschossen habe. In diesem Beitrag gibt es unter anderem meine Top drei Aussichtspunkte für einen unvergesslichen Blick.

Auf der Reise werde ich von zwei Freunden begleitet (Holger und Gunnar), die auch unter Travellersdelight zu finden sind. Wir haben uns für einen Gabelflug entschieden und werden den Rest der Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Unsere erste Route startet in Hamburg und geht über Frankfurt bis nach Kapstadt. Hier steigen wir dann in einen Flieger nach Johannesburg. Gegen Nachmittag landen wir in Johannesburg und es geht ohne Umwege nach Lydenburg, wo sich unser Guest House für die erste Nacht befindet. Müde und kaputt von dem Langstreckenflug geht es zeitig ins Bett. Am nächsten Morgen sitzen wir pünktlich um 8 Uhr Ortszeit beim ersten gemeinsamen Breakfast. Es gibt ausreichend Kaffee, Eier in Schinken gewickelt und ein wenig Müsli wird serviert. Bei noch recht frischen Temperaturen geht es kurz darauf ins Auto Richtung Osten. Nach einer knappen Stunde Fahrt kommen wir in Graskop an, wo unser Guesthouse für die nächste Übernachtung liegt. Das kleine Dorf Graskop passieren wir allerdings erstmal und nehmen Kurs auf die Panorama Route.

Panorama Route
Links und rechts der Straßen auf dem Weg nach Graskop tut sich eine unfassbare Dürre und Trockenheit auf. Die alten Holzlatten einer verlassene, abgebrannte Scheune klappern gruselig im Wind. 

Panorama Route - Straßen in Südafrika
Heißer Asphalt. Südafrika hat erstaunlich viel gut befahrbare Straßen. 

Landschaftliche Attraktionen entlang der Panorama Route

Auf der Panorama Route machen wir bereits nach wenigen Kilometern zwei kleine Abstecher, um die Aussichtspunkte God’s View und The Pinnacle Rock anzufahren. Erste spektakuläre Aufnahmen zeichnen sich ab und endlich können wir die komplette Ausrüstung zum Einsatz bringen. Auch die Drohne fliegt trotz windiger Verhältnisse – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Mein erster Tipp ist daher die Schleife über die R534 zu nehmen, um diese beiden Aussichtspunkte zu erreichen. Denke bitte daran, dass an vielen Aussichtspunkten und Highlights immer ein paar Rand fällig sind.

Panorama Route Pinnacle Rock
The Pinnacle Rock ist ein Fels, der durch sein einzigartige Dasein beeindruckt. Es wirkt wie ein Hochhaus mitten in einer Flachdach-Wohnbau-Siedlung. 
Panorama Route God's Window
Bei dem God’s Window sieht die Landschaft trocken und endlos aus.

Das erste mal richtig atemberaubend wird es an der Aussichtsplattform Lowveld Viewpoint. Sowas habe ich bislang nur auf Fotos gesehen. Eine unfassbar weite Aussicht, wie Du sie in Deutschland maximal in den Alpen hast (wobei das Wetter es meistens nicht mal zulässt). Bei nördlicher Fahrtrichtung befindet sich auf der rechten Seite entlang der Panorama Route der Blyde River Canyon. Im Blyde River Canyon bilden zerbröckelte Bergwände, türkisgrünes Wasser und unfassbare Weiten den Horizont. So etwas hat es in meiner Realität, so nah noch nie gegeben. Das Unglaublichste an der ganzen Geschichte kommt zum Schluss, denn morgen soll die beeindruckende Sicht noch einmal getoppt werden. Wir sind die Panorama Route zwar jetzt bis zur Hälfte gefahren, aber der schönste Teil liegt uns noch bevor. Gespannt fahren wir zurück nach Graskop, wo wir unsere Zimmer in der Mogodi Lodge beziehen und noch eine Kleinigkeit im Restaurant essen. Es wird kalt ab 18 Uhr – doch den ersten, kräftigen, roten Sonnenbrand entdecke ich derweil im Spiegel. Sowohl mein Nacken, als auch mein Gesicht bereiten mir eine schmerzhafte Nacht. Wer nicht hören will, muss fühlen. Morgen wird sich eingecremt!

 

Lowveld Viewpoint an der Panorama Route
Dieses Foto ist vom Lowveld Viewpoint entstanden. Unglaublich weit, groß und beeindruckend!

Panorama Route Fabian Tiedemann
Nicht nur hinter der Kamera, sondern auch davor und selbst mal reinlächeln.

Der Blyde River Canyon in seiner ganzen Pracht

Pünktlich um 8 Uhr sind wir wieder zum Frühstück verabredet. Heute steht die gesamte Panorama Route auf dem Programm, mit dem Highlight des Three Rondavels View Point. Wenn man den zuvor gesehenen Fotos und Berichten Folge leistet, soll dieser Aussichtspunkt unsere gestrige Erfahrung nochmal überbieten. Dieses Versprechen ist nicht zu groß, ganz im Gegensatz zu meinen Augen, als sich mir die Aussicht darbietet. Nicht in Worte zu fassen – das musst Du live erlebt haben.

Wir fahren also die Panorama Route bis zum besagten Aussichtspunkt. Die Panorama Route generell ist eine sehr kurvenreiche Strecke, die Höhenunterschiede zu lieben schätzt. Eine richtig geile Tour, wenn du ein bisschen PS unter der Haube hast (wir hatten 65 PS). Von Graskop sind wir aber auch in 40 Minuten am Zielort angekommen. Wie bei allen Aussichtspunkten musst du mit ca. 20 Rand pro Person rechnen. Die umgerechneten 1,20 € lohnen sich alle mal, nach dem du den ersten Blick von der Klippe in Richtung Tal geworfen hast. Wir verbringen fast zwei Stunden beim Three Rondavels View Point und knipsen unzählige Fotos, machen Drohnen Aufnahmen und Videos am Boden. Mit der Drohnen fliegen ist hier offensichtlich nicht erlaubt. Jedenfalls kommt kurz nach dem Start ein Sicherheitsmann auf uns zu, welcher uns die Tätigkeit untersagen will, allerdings lässt er uns dann doch noch für 20 Minuten fliegen. Also alles etwas lockerer hier. Absolutes Pflichtprogramm, wenn Du in der Nähe unterwegs bist!

Am Abgrund der Panorama Route
Am Abgrund des Blyde River Canyons. Grandios dieses Gefühl von Freiheit! (Three Rondavals View Point)
Panorama Route Blyde River Canyon
Three Rondavels View Point – Es ist einfach nicht in Worte zu fassen, was die Natur hier geschaffen hat.

Letzter Stop vorm Krüger National Park

Anschließend folgen wir der R532 weiter Richtung Westen und biegen auf die R36 ab, um auf die andere Seite des Blyde River Canyon zu gelangen. Vom Flussufer machen wir dann noch ein paar Aufnahmen vom Canyon. Zugegebenermaßen ist es aber nicht zwingend notwendig den Weg auf sich zu nehmen, immerhin fährt man knappe 30 Kilometer Umweg. Dann reicht es auch sich die ein zwei Fotos hier auf der Webseite anzusehen.

Panorama Route Blyde River Canyon
Wir haben uns den Canyon dann auch noch von unten angesehen und sind ans Wasser runter gefahren. 
Panorama Route Blyde River Canyon Abstieg zum Ufer
Auf dem Weg Richtung Ufer des Blyde Rivers – es ist unfassbar heiß.

Jetzt geht es in Richtung Krüger Nationalpark. In der Stadt Phalarborwa nächtigen wir das letzte Mal, bevor es in den Park zu den wilden Tieren geht. Aber die wilden Tiere sehen wir schon vorher. Sie gehört zwar nicht zu den Big Five, ist dennoch eines der beliebtesten Foto-Motive der Safari – die Giraffe. In unserem Guesthouse (La Lechere) angekommen, lassen wir uns noch einen Tipp für das Dinner geben. Weshalb wir auch im Restaurant Bushveld Terrace, kurz vorm Eingang des Krüger Nationalpark dinieren. Wer also mal ein bisschen schicker Essen gehen möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Gut gesättigt geht es ins Bett, voller Vorfreude auf den großen Tag im Krüger National Park.

Ich möchte das Guest House gerne hervorheben, denn es gehört für mich zu den Top 3 Unterkünfte dieser Reisen. Wirklich großartige Zimmer-Ausstattung, gutes Essen und überaus freundliches Personal. Die Besitzer des Guest Houses wohnen selbst dort und sind sich auch nicht zu schade mal ein paar Minuten länger mit ihren Gästen zu quatschen. So gelangen wir noch an den einen oder anderen Insider.

Freu Dich auf weitere wundervolle Eindrücke auf dem Blog in den nächsten Wochen.

Unsere Unterkünfte für je eine Übernachtung

De Ark Guest House
37 Kantoor Street
1120 Lydenburg

Mogodi Lodge
R533, Kowyns Pass Road
1270 Graskop

La Lechere Guest House
8 Sysie Avenue
1390 Phalaborwa

10 Kommentare

  1. Ok, ok, gefällt mir ja auch sehr gut! Blitzsaubere Fotos und echt super geschrieben! Muss wohl jetzt wieder ‘mal einen blog mehr lesen, hab’ sowieso schon kaum noch Zeit für nix… 😉

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